Claus H. Bick MD


PastPres. Of Europe. Soc. Of Med. Hypnosis
Consultant in nature-cures-hypnosis a.D. 
Naturheilverfahren-Hypnose
Autor und Publizist
Hypnotrainer und Coach für Management
Prof. h.c. in humanistic disciplines
Interamerican University, Florida, USA

Hypnose nach Schlaganfall


Als Residuen eines Apoplex ceribri (Schlaganfall) ergeben sich evtl. anhaltende neurologische Ausfälle. Es entwickelt sich eine - meist brachio fazial, d.h. im Arm und Gesichtsbereich betonte sensomotorische Hemiparese bis Hemiplegie, oft begleitet von homonymerer Hemianopsie zur gelähmten Seite. Die Lähmung ist zunächst schlaff (im Gesicht z.B. als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange der gelähmten Seite beim Ausatmen, später spastisch). Im Falle der Mitbeteiligung des Striatums treten ferner extrapyramidal-motorische Bewegungsstörungen auf. Die neurologische Symptomatik bildet sich nur inkomplett bzw. gar nicht zurück. 

Ein Gelähmter läuft wieder


In der Neurologie bzw. Psychiatrie existieren große Chancen auf Hilfe oder Heilung durch Hypnose nach Schlaganfällen. Schon mein Vater behandelte den Apoplex (Schlaganfall) sehr erfolgreich mit Hypnose.

Es war die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und Hypnose stand in keinem guten Ruf. Mein Vater war an einem konfessionellen Allgemeinkrankenhaus in einem kleinen Ort Chirurg und Chefarzt. Der Hypnose galt schon immer seine besondere Liebe und er war überzeugt, vielen Menschen auch außerhalb der Chirurgie mit Hypnose helfen zu können. Er setzte sie in den verschiedensten Fällen ein.

Eines Tages kam ein vom Schlaganfall betroffener Mann, der von den Hypnosebehandlungen meines Vaters erfahren hatte und in ihnen seine Chance, wieder laufen zu können, sah. Er bekam in dem Krankenhaus jedoch kein Bett mehr. Also mietete er sich mit einer Pflegeperson in einer Privatunterkunft ein und ließ sich täglich mit dem Taxi in die Praxis meines Vaters bringen, wo er regelmäßig mit Hypnose behandelt wurde. Der gelähmter Mann wurde von zwei Helfern aus dem Taxi in die Praxis getragen und wieder zurück. Nach ca. drei Wochen änderte sich das Bild. Dieser Mann musste nur noch auf beiden Seiten geführt werden. Kraft und Sicherheit beim Gehen nahmen zu. Nach weiteren zwei Wochen kam er zwar immer noch mit dem Taxi, aber er betrat die Praxis meines Vaters schon allein an einem Stock laufend. Nach weiteren zwei Wochen hatte er die Sicherheit und Festigkeit in seinen Beinen wiedergefunden und verabschiedete sich von meinem Vater. Selbst dieser war völlig überrascht, als der Mahn ihm erklärte, er fühle sich jetzt so stark und kräftig, dass er mit dem Zug nach Hause fahren wolle.

Dieser Fall hat bei mir, einem damals zwölfjährigen Jungen, einen so tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dass ich es später als eine besondere Aufgabe und Pflicht betrachtete, Schlaganfallgeschädigten durch Hypnose zu helfen.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg hatten amerikanische Wissenschaftler festgestellt, dass die Funktionen von zerstörten Nervenbahnen durch entsprechende hypnotische Suggestionen von den erhaltenen, gesunden Nervenbahnen übernommen werden können. Es ist ein Weg, der wenig bekannt, aber von mir und meinem Vater mit großem Erfolg begangen wurde. 1991 zeigte ich während der Fernsehsendung "Sprechstunde" des Bayerischen Rundfunks einige solcher Fälle, die ich erfolgreich mit Hypnose behandelt habe. Es ist in meiner Laufbahn eine besonders schöne und dankbare Aufgabe, diesen Patienten helfen zu können und mitzuerleben, wie sie dank der Hypnose aus ihrem Rollstuhl wieder herauskommen.

Ich behaupte, dass vielen Schlaganfallgeschädigten durch Hypnosebehandlung geholfen werden kann, selbst dann, wenn der Schlaganfall schon geraume Zeit zurückliegt, dass sie wieder sprechen, sich bewegen können etc. Die erfolgreiche Behandlung von postapoplektischen Zuständen durch Hypnose ist also seit Jahrzehnten bekannt. Zu aller Erstaunen stellt man fest, dass es nur sehr wenige Literaturstellen gibt, die auf die erfolgreiche Behandlung einer Lähmung nach einem Schlaganfall durch Hypnose hinweisen. Ich kann behaupten, dass in meiner langjährigen Hypnoseerfahrung und der meines Vaters, also einer 80jährigen Praxis, ein guter Erfahrungswert im Erfolg bei postapoplektischen Zuständen vorliegt.

zurück zur Startseite

 


Kontaktieren Sie mich für einen Terminn:
Claus H. Bick MD, Düsseldorf
Telefon: 0173 / 703 3444
Email: Hypnose-Bick@web.de