Claus H. Bick MD


PastPres. Of Europe. Soc. Of Med. Hypnosis
Consultant in nature-cures-hypnosis a.D. 
Naturheilverfahren-Hypnose
Autor und Publizist
Hypnotrainer und Coach für Management
Prof. h.c. in humanistic disciplines
Interamerican University, Florida, USA

Konstanter Blutdruck durch Hypnose

Organe reagieren und befolgen hypnotische Befehle


Grundsätzlich können wir die Hypothese aufstellen, dass alle menschlichen Organe im veränderten Bewusstseinszustand der Hypnose beeinflussbar sind. Bereits mein Vater, Dr. Heinrich Bick, hat im Bereich "Herz'" große Pionierarbeiten geleistet. Hier ein Auszug aus seinem Buch: "Wir können unsere Herztätigkeit im Hypnosezustand verändern. Auf eine entsprechende Suggestion setzt das Herz wie auf Kommando aus. Wir können es wieder normal arbeiten, dann wieder aussetzen lassen und so fort. Wir können es unregelmäßig, zu rasch oder langsam arbeiten lassen oder Extrasystolen hervorrufen."

Dass der Blutdruck durch Hypnose beeinflusst werden kann, möchte ich an einem Beispiel demonstrieren:
Herr S, heute 77 Jahre alt, war vor 25 Jahren erstmals wegen einer Angstneurose bei mir in Behandlung. Nach erfolgreichem Abschluss verlor ich ihn für längere Zeit aus den Augen. Vor sieben Jahren suchte er mich wegen Schwindelproblemen auf. Im Verlauf der Behandlung bat er mich, seinen Blutdruck, der sehr unregelmäßig war, auf einen bestimmten Wert hypnotisch einzustellen. Er bestand auf einen Blutdruck von 140/70. Nach kurzen Bedenken wegen des physiologischen diastolischen Wertes von 80 mm/hg gab ich seinem eindringlichen Wunsch nach und stellte seinen oberen Wert - den systolischen - auf 140 mm/hg und seinen unteren Wert - den diastolischen - auf 70 mm/hg ein. Hierbei gestehe ich, dass ich damals nicht von der Möglichkeit einer lang anhaltenden Stabilität dieser Einstellung überzeugt war. Als ich ihn im Sommer dieses Jahres zufällig traf, erklärte er mir stolz, dass alle Ärzte erstaunt wären, wenn er behaupte, sein Blutdruck sei 140/70, und das Nachmessen dann tatsächlich diesen Wert immer wieder bestätigt hatte. Seither habe ich bei vielen Patienten, auch bei Herzrhythmusstörungen, den Blutdruck mit Hypnose gut reguliert.

Wenn man bedenkt, dass sich selbst ein labiler Blutdruck im Hypnosezustand so exakt über viele Jahre einstellen lässt, so eröffnen sich - wenn man die Grundforschung meines Vaters, mit der er 1924 die Beeinflussung der Herztätigkeit in Hypnose im EKG nachgewiesen hat, hinzuzieht - ganz neue Anwendungsmöglichkeiten für die Hypnose im Herz-Kreislauf-Bereich.

Aber auch das Blutbild lässt sich mit entsprechenden Suggestionen im veränderten Bewusstseinszustand der Hypnose beeinflussen. So hat H. Bick die Blutsenkungsgeschwindigkeit und auch die Blutgerinnung mit Hypnose beeinflusst. Diesen Nachweis erbrachte er bereits Anfang der fünfziger Jahre. Hier sein Bericht: "Während meiner Tätigkeit als Krankenhausarzt machte ich einmal folgendes Experiment: Ich nahm einen Patienten, den ich vorher über die Zusammensetzung des Blutes aufgeklärt hatte und der sich in vollkommen nüchternen Zustand befand, soviel Blut ab, wie es für eine Senkung erforderlich ist. Anschließend brachte ich diesen Patienten in Hypnose und erklärte ihm dabei, dass sich die Blutsenkung bei ihm verändere und sich mehr Blutserum absetze. Danach machte ich erneut eine Blutabnahme. Beide Blutmengen, die ich meinem Patienten abgenommen hatte, brachte ich gleichzeitig in zwei Senkungsröhrchen. Tatsächlich zeigte sich, dass das zuletzt abgenommene Blut eine höhere Senkung als das erste ergab."

Ebenso ist die Beeinflussung des Hämoglobingehaltes (Blutfarbstoffgehalt) im Blut möglich, wie auch die Beeinflussung der innersekretorischen Drüsen, also die Veränderung des Blutzuckerspiegels. Ferner lassen sich Schilddrüse und Grundumsatz im Hypnosezustand sichtlich verändern, was für die Energieproduktion zur Erhaltung der Organfunktionen unseres menschlichen Körpers notwendig ist. Der Grundumsatz ist abhängig von Alter, Geschlecht, Körpergröße und Hormonfunktionen, insbesondere der Schilddrüse.

Frau K. hatte zahlreiche Beschwerden. Sie klagte über Druckgefühle am Hals und Herzklopfen, Schweißausbrüche, Fingerzittern, ihr Augenschluss war mangelhaft und der Grundumsatz deutlich erhöht. Sie litt an der "Basedow´schen Krankheit", eine Überfunktion der Schilddrüse, und sie sollte sich in Kürze einer Operation unterziehen. Die Patientin wurde auf ihren Wunsch in unserer Klinik mit Hypnose behandelt. Es zeigte sich ein gutes Resultat. Die Operation erübrigte sich, die Überfunktion der Schilddrüse verschwand. Die Behandlung liegt heute ca. 30 Jahre zurück und wir hatten die Möglichkeit, das Ergebnis nach 20 Jahren zu beobachten. Es gab keinen Rückfall - sie war vollkommen geheilt.

Im Prinzip lassen sich alle körperlichen Drüsen mit der Hypnose gut positiv beeinflussen. Ein interessantes Betätigungsfeld für die Hypnose ist der Magen-Darm-Bereich. So können wir hervorragend die Absonderung des Magensaftes beeinflussen. Wir können die Peristaltik (Magen-Darm-Bewegung) beeinflussen und die Schleimhäute des Magens regenerieren und widerstandsfähiger machen. Wir haben in Röntgenuntersuchungen gesehen, dass wir durch hypnotische Beeinflussung die Schleimhaut des Magens in breite Falten legen können, ähnlich wie es bei einem chronischen Magenkatarrh der Fall ist. Wir konnten in Durchleuchtungen sehen, wie sich durch hypnotische Beeinflussung der Magen an einer bestimmten Stelle zusammenzog, und erkennen, dass diese Einschnürung genau an der angegebenen Stelle stattfand.

1988 machte ich in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen, Redaktion "Sprechstunde", ein interessantes Experiment. Unser von mir entwickeltes Multihypnophon, also ein maschineller Hypnotisierender, sollte in einem demonstrativen Test geprüft werden. Um möglichst schnell viele Interessenten zu finden, wählten wir die Gewichtsreduktion in Hypnose. Alle Teilnehmer waren übergewichtig und wollten mit Hilfe des Hypnosezustandes abnehmen. Teilnahmebedingung war, dass die Teilnehmer nie in ihrem Leben hypnotisiert worden waren. Man wollte absolut sicher sein, dass alle Effekte dem Gerät zugeschrieben werden können. Gegenüber der sonst üblichen ärztlichen Tätigkeit sollte das Multihypnophon die Funktionen des Hypnosearztes übernehmen, also eine Hypnoseeinleitung vornehmen, dann im Hypnosezustand entsprechende Suggestionen setzen und nach Ablauf der üblichen Hypnosezeit den Weckvorgang wieder vornehmen. In dem Programm gab es auch die Suggestion, dass sich der Magen verkleinere und rechtzeitig Sättigung melde. Um dies zu demonstrieren, wurde der Vorgang röntgenologisch mit der Kamera aufgezeichnet. Alle Fernsehzuschauer konnten deutlich sehen, wie der Magen auf die hypnotischen Suggestionen reagierte: sich verkleinerte, sich an der angegebenen Stelle sogar abschnürte und - ähnlich dem Röntgenbild meines Vaters - eine Kugelform annahm.

So habe ich gute Erfolge bei Übergewichtigen, Raucherentwöhnung, Herz-Kreislaufbeschwerden und vielem mehr erzielt.


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